„Damit Auschwitz nie wieder sei“

Veröffentlicht am 31.08.2025 in Allgemein

Bundesvorsitzende Helena Päßler am Holocaust-Mahnmal am ehemaligen Parkhotel im Prager Stadtteil Holešovice

 

50.000 Tausend Jüdinnen und Juden, 50.000 Tausend Bürgerinnen und Bürger, 50.000 Tausend Menschen, Mütter, Väter, Kinder, Großeltern wurden im Zeitraum von 1941-1945 von diesem Bahnhof aus in die Ghettos von Theresienstadt/Terezín und Litzmannstadt/Lodž verschleppt. Nach diesen „Zwischenstationen“ wurden sie in die Vernichtungslager verfrachtet.

Nur Wenige hatten das Glück und kehrten von dort zurück, unter ihnen die Brüder Jiří und Tomáš Kosta, die ich in Frankfurt noch kennenlernen durfte.

Am Areal, wo heute das Hotel Mama Shelter ist, wurden die Menschen zusammengetrieben, in die Züge gestopft und fast alle in den Tod geschickt.

Am 31. Juli 1941 schrieb der Nazi Göring an den Nazi Heydrich:“....Ich beauftrage Sie....mir in Bälde einen Gesamtentwurf.....zur Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen“.

Mit wenigen Worten wird das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte eingeleitet. Unermessliches Leid wurde damit über Millionen von Menschen gebracht.

Unserer Aufgabe ist es, an diese Menschen und ihre Geschichten zu erinnern und gleichzeitig zu verhindern, dass Nazis wieder an die Macht und mit ihren Parolen in die Köpfe der Menschen kommen.

An dieser Stelle ist nun eine Gedenkstätte, Dank der tschechischen Regierung. Es ist eine Kultur- und Bildungseinrichtung, die an die Opfer des Holocaust erinnert.

Gerade heutzutage, wenn nur noch wenige Überlebenden des Naziterrors und des Holocausts davon berichten können, Gedenkstätten wie Thersienstadt verfallen, Jugendliche mit dem Wort Auschwitz nichts mehr anfangen können und  - nicht nur im Internet - die Nazi-Gräueln und der Holocaust geleugnet werden, ist es umso wichtiger, dass wir an die Ermordeten denken, an sie erinnern, aber auch mahnen, wenn es sein muss, wir wachsam sind gegenüber der Barbarei und vor allem nicht schweigen. Damit Auschwitz nie wieder sei.

Bubny, 22.08.2025

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