GHT – frühe Werke von Georg Hans Trapp des Zeichners von Flossenbürg
Zeitungen und Zeitschriften waren neben dem Rundfunk das bedeutendste Medium der Zwischenkriegszeit. Sie informierten und versorgten die Anhänger von Gewerkschaften und Parteien mit programmatischen Texten. Während die Druckerzeugnisse der 20er Jahren vor allem Textseiten waren, setzte man vermehrt auf Fotos und illustrative Elemente.
Georg Hans Trapp, geboren im nordböhmischen Eichwald, war der Illustrator der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Er schuf für die verschiedenen Zeitungen, für die Organe sozialdemokratischer Verbände und für Buchtitel zahlreiche Illustrationen, die immer auch einen politischen Anspruch verkörperten. Trapp illustrierte aus tiefster Überzeugung. Er stammte aus einfachsten Verhältnissen und musste einen steinigen Weg gehen, um letztendlich von seiner Kunst leben zu können.
Durch seine Werke gegen den Nationalsozialismus setzte er sich großer Gefahr aus. Nach dem Münchener Abkommen emigrierte Trapp von daher mit seiner Frau nach Norwegen und engagierte sich in einem Spielwarenkollektiv, das sudetendeutsche Flüchtlinge dort gegründet hatten. Beim Einmarsch der Wehrmacht 1940 wurden die Eheleute Trapp inhaftiert und nach Deutschland verschleppt. Georg Hans Trapp kam nach Flossenbürg, wo er das Leiden der nationalsozialistischen Unterdrückung erlebte. Er überlebte die Schrecken und gelangte kurz nach Kriegsende mit seiner Frau nach Schweden. Hier entstanden die bekannten und zugleich so schockierenden Zeichnungen zu den erlebten Schrecken von Flossenbürg.
Georg Hans Trapp ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. 80 Jahre nach Kriegsende wollen wir auf das Werk dieses politischen Künstlers erinnern und stellen sein Frühwerk aus der Tschechoslowakei in den Vordergrund.
So präsentieren wir in einer eigenen kleinen Ausstellung einige seiner prägnantesten Arbeiten der Zwischenkriegszeit.

Ausstellungspräsentation in Bad Alexandersbad am 26.4.2025
Ausstellungspräsentation in Brünn/Brno am 31.5.2025

Ausstellungseröffnung am Sudetendeutschen Tag 2025 in Regensburg

Ausstellungspräsentation in Berlin

Ausstellungspräsentation in Prag am 21.8.2025
